Der Landesvorstand positioniert sich zu Holters Hygienekonzept und wünscht allen Thüringer Schülern ein erfolgreiches Schuljahr.

Liebe Schüler, liebe Eltern, liebe Freunde,
das neue Schuljahr steht vor der Tür, das heißt, es geht wieder los mit Testen und Maske tragen.
Nun – ganz so ist es nicht – der Thüringer Kultusminister Helmut Holter spricht sich nämlich für
das kommende Schuljahr gegen eine Testpflicht aus, wofür er auch massiv Kritik von vielen
Landeselternsprechern entgegennehmen muss.
Auch wenn das vorgeschlagene Hygienekonzept in Ansätzen wichtige Punkte vertritt, so bedarf es
weitaus mehr Handelsbedarf, um die Gesundheit und Sicherheit aller Schüler in Thüringen
gewährleisten zu können. Gerade dazu bedarf es also sinnvollen Investitionen auf kommunaler und
landesweiter Ebene! Als Schüler Union Thüringen setzen wir uns beispielsweise bereits seit einem
knappen Jahr für die Einführung von Luftfiltern in den Klassenzimmern ein.
Die Impfungen gegen Covid-19 dienen als sehr wichtiges Mittel der Pandemiebekämpfung und
genießen zudem eine breite Zustimmung innerhalb der Bevölkerung. Mit Aufhebung der
Priorisierungsgruppen und der kürzlichen Empfehlung der STIKO, auch Kinder ab 12 Jahren impfen
zu lassen, wurde mittlerweile einem Großteil der Bevölkerung ein Impfangebot gemacht. Wir als
Schüler Union Thüringen begrüßt diesen Impffortschritt und möchten dennoch betonen, dass es
keine Impfpflicht an Schulen geben darf. Eine Unterscheidung zwischen Geimpften und
Ungeimpften in den Schulen führt unweigerlich zu Konflikten und kann damit die Schülerschaft in
den Klassenverbänden spalten, die sozialen Folgen sind dabei nicht zu unterschätzen. Vielmehr
begrüßen wir es, weiter für Impfungen zu werben und die daraus resultierenden massiven Vorteile
sowohl als Person, als auch für die gesamte Gesellschaft, in den Blick zu nehmen.

Ein harmonisches und solidarisches Zusammenleben und -lernen ist in der aktuellen Pandemiezeit
wichtiger denn je. Deshalb setzen wir uns gerade im kommenden Schuljahr dafür ein, dass das
Mitspracherecht der Eltern und Schüler in allen durch die ThürSchulO gegeben Maßstäbe beachtet
und durchgesetzt wird. Zudem fordern wir a) § 19 ThürSchulO auszuweiten, sodass Eltern oder
volljährige Schüler aktiv die Möglichkeit haben, in Schulen und Klassenverbänden regelmäßiger
über Maßnahmen unterrichtet zu werden und b) dass § 21 ThürSchulO bei
Meinungsunterschiedenheiten konsequent berücksichtigt wird und alle Beteiligten diesen mit
genügenden Respekt und Anstand zur Kenntnis nehmen.
Nicht zuletzt ist es uns ein wichtiges Anliegen, einen reibungslosen Ablauf des Schuljahres
2021/22 gewährleisten zu können. Es ist nicht tragbar, einen dritten Abschlussjahrgang in dieser
Pandemie, z. B. durch fehlenden Präsenzunterricht und Lehrstoff, zu belasten. Die Folgen einer
weiteren Unterbrechung des präsenten und regelmäßigen Schulbetriebes wären unvorhersehbar
groß, da enorme Bildungslücken bereits vorhanden sind. Vor allem ist es unabdingbar, zumindest
den Abschlussjahrgängen einen reibungslosen Ablauf (nach § 72 bis § 82a ThürSchulO für
Oberstufen, § 62 bis § 68 ThürSchulO für Regelschulen und in den Bildungsgängen der Regelschule
an der Förderschule und den Abitur-Richtlinien nach § 83 bis § 107 ThürSchulO) zu garantieren und
maßgeblich dafür zu sorgen, dass fehlender Lernstoff aus den letzten 1,5 Jahren nachgeholt wird.
Bei all diesen Forderungen ist hervorzuheben, dass diese sich an alle Parteien im Thüringer Landtag
und darüber hinaus richten sollen – das Wohlergehen unserer Schüler ist nämlich eine
parteiübergreifende und enorm wichtige Aufgabe! Aufgrund der nicht stattfindenden Neuwahlen
im Freistaat liegt es aber vor allem bei der rot-rot-grünen Landesregierung, das Beste für unsere
Schüler in diesem Schuljahr herauszuholen.
Abschließend möchten wir Ihnen und Euch, liebe Lehrer, Schüler, Eltern und Freunde alles Gute
und einen sorgenfreien und gesegneten Start ins neue Schuljahr wünschen! Bleiben Sie gesund!

gez. Lukas Schmeiß (Landesgeschäftsführer)
gez. Elias Wehling (Landesvorsitzender)

Den Brief als PDF findest du außerdem unten.

Offener Brief Schuljahr 21/22

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